Was ist die Hochsicherheits-Synchronisation?
Sie archivieren einen wichtigen Vertrag auf dem Mac. Später benötigen Sie ihn unterwegs auf dem iPhone oder möchten eine Rechnung auf dem iPad nachschlagen. Die Dokumente sollen auf allen eigenen Geräten verfügbar sein – aber nicht ungeschützt zwischen ihnen reisen.
Genau dafür haben wir die Hochsicherheits-Synchronisation von SimpleumSafe entwickelt.
SimpleumSafe legt auf jedem eingerichteten Gerät einen eigenen lokalen, verschlüsselten Safe an. Die Synchronisation überträgt verschlüsselte Änderungen zwischen diesen Safes. So bleiben Ihre Geräte auf demselben Stand, ohne dass Ihre Dokumente dafür unverschlüsselt in einen gemeinsamen Cloud-Ordner gelegt werden müssen.
Das Wichtigste in Kürze
- Auf jedem Gerät befindet sich ein eigener lokaler Safe. Mac, iPhone und iPad arbeiten nicht gemeinsam in einem ungeschützten zentralen Datenbestand.
- Sie wählen den passenden Synchronisationsweg. SimpleumSafe unterstützt iCloud über CloudKit, die direkte Verbindung zwischen Geräten und einen gemeinsamen Ordner zwischen Macs.
- Dateien und Dateiinformationen bleiben verschlüsselt. Das gilt auch für sensible Angaben wie Dateinamen, Ordner und Änderungsinformationen.
- Die separate Safe-Schlüsseldatei liegt nicht im normalen Synchronisationsziel. Eine kopierte Menge von Synchronisationsdaten und die Kenntnis des Safe-Passworts reichen deshalb allein nicht aus, um die Daten zu entschlüsseln.
- Simpleum Media betreibt keinen eigenen Synchronisationsserver. Je nach gewählter Methode läuft der Austausch über Apples CloudKit-Infrastruktur, direkt zwischen Ihren Geräten oder über einen von Ihnen gewählten Ordner.
Ihre verschlüsselten Daten reisen – die Schlüssel bleiben bei Ihnen.
Was bewirkt die Synchronisation?
Stellen Sie sich jeden lokalen Safe wie ein eigenes, verschlossenes Archiv vor. Fügen Sie auf dem Mac ein Dokument hinzu, protokolliert SimpleumSafe diese Änderung in verschlüsselter Form. Ein anderes eingerichtetes Gerät empfängt die Änderung, übernimmt sie in seinen lokalen Safe und lädt den ebenfalls verschlüsselten Dateiinhalt.
Dasselbe gilt, wenn Sie Dateien umbenennen, in einen anderen Ordner verschieben, bearbeiten oder löschen. Die Synchronisation hält die lokalen Safes auf Ihren Geräten im Gleichklang. Nach erfolgreicher Übertragung liegt das Dokument deshalb auch auf dem anderen Gerät in dessen lokalem Safe bereit.
Die Cloud oder der gemeinsame Ordner ist dabei ein Übertragungsweg und kein Ort, an dem SimpleumSafe Ihre Dokumente für Sie unverschlüsselt verwaltet. Die synchronisierten Dateiinhalte, Dateiinformationen und Änderungsdaten bleiben verschlüsselt.
Drei Synchronisationswege für unterschiedliche Situationen
Sie können den Weg wählen, der am besten zu Ihren Geräten und Ihrer Arbeitsweise passt.
iCloud über CloudKit
Die bequeme Lösung für Ihre Apple-Geräte. Verschlüsselte Änderungen werden über Apples CloudKit-Infrastruktur ausgetauscht, sobald die Geräte eine passende Verbindung haben.
Direkt zwischen Geräten
Mac, iPhone oder iPad können verschlüsselte Änderungen in der Nähe direkt austauschen. Dafür ist kein eigener Cloud-Speicherweg erforderlich.
Gemeinsamer Ordner zwischen Macs
Zwei Macs können einen gemeinsamen Ordner als Synchronisationsweg verwenden – beispielsweise auf einem NAS, Netzlaufwerk oder Wechseldatenträger.
Unabhängig vom gewählten Weg verwendet SimpleumSafe dieselbe Grundidee: Jedes eingerichtete Gerät besitzt seinen lokalen Safe und tauscht nur verschlüsselte Synchronisationsdaten aus.
So kommt Ihr Safe sicher auf ein weiteres Gerät
Bevor ein neues Gerät an der Synchronisation teilnehmen kann, muss es einmalig eingerichtet werden. Dafür sind zwei Dinge erforderlich: eine Synchronisationskonfiguration und Ihr Safe-Passwort.
- Synchronisationskonfiguration erzeugen: Auf einem bereits eingerichteten Gerät erstellt SimpleumSafe einen verschlüsselten Konfigurationsdatensatz für den Safe und die gewählte Synchronisationsart.
- Direkt übertragen: Sie übertragen diese Konfiguration in der Nähe von Gerät zu Gerät oder als Datei. Sie wird nicht einfach in das normale Synchronisationsziel gelegt.
- Safe-Passwort eingeben: Auf dem neuen Gerät geben Sie zusätzlich das Passwort Ihres Safes ein.
- Lokalen Safe aufbauen: Das neue Gerät richtet seinen lokalen Safe ein und beginnt, die verschlüsselten Änderungen und Dateiinhalte zu übernehmen.
Die Synchronisationskonfiguration enthält Schlüsselmaterial, das das neue Gerät benötigt. Obwohl sie mit dem Safe-Passwort verschlüsselt ist, sollte sie deshalb wie sensibles Sicherheitsmaterial behandelt und nicht gemeinsam mit einer nicht vertrauenswürdigen Kopie der Synchronisationsdaten aufbewahrt werden.
Warum wir diese Synchronisationsarchitektur entwickelt haben
Eine gewöhnliche Dateiübertragung beantwortet nur die Frage: Wie gelangt eine Datei von A nach B? Für einen verschlüsselten Safe reicht das nicht aus. Entscheidend ist zusätzlich, welche Informationen unterwegs sichtbar werden und welches Schlüsselmaterial ein Angreifer erhalten könnte.
SimpleumSafe verwendet deshalb eine speziell entwickelte Synchronisationsarchitektur auf Basis bewährter Verschlüsselungsverfahren. Sie schützt nicht nur die eigentlichen Dokumente, sondern auch die zugehörigen Dateiinformationen und das Änderungsprotokoll. Gleichzeitig bleibt die separate Safe-Schlüsseldatei außerhalb des normalen Synchronisationsziels.
Das schafft eine zusätzliche Barriere: Selbst wenn jemand die Synchronisationsdaten aus einer Cloud oder einem gemeinsamen Ordner kopiert und außerdem Ihr Safe-Passwort kennt, fehlt weiterhin die separate Safe-Schlüsseldatei. Synchronisationsdaten und Passwort allein genügen deshalb nicht zur Entschlüsselung.
Sie kennen jetzt das Wichtigste
Auf jedem eingerichteten Gerät befindet sich ein eigener lokaler, verschlüsselter Safe. SimpleumSafe kann Änderungen über iCloud, direkt zwischen Geräten oder zwischen Macs über einen gemeinsamen Ordner übertragen. Dateien, Dateiinformationen und Änderungsdaten bleiben dabei verschlüsselt. Das normale Synchronisationsziel enthält nicht die separate Safe-Schlüsseldatei. Wenn Ihnen diese Erklärung genügt, können Sie hier guten Gewissens aufhören. Im folgenden Teil erklären wir die technischen Zusammenhänge und Schutzgrenzen genauer.
Welche Daten werden synchronisiert?
Ein Safe besteht vereinfacht aus mehreren geschützten Bestandteilen:
- Verschlüsselte Dateiinhalte: die Daten Ihrer importierten Dokumente, Bilder und anderen Dateien.
- Verschlüsselte Metadaten: beispielsweise Dateiname, Ordnerzuordnung, Dateigröße sowie Erstellungs- und Änderungsdatum.
- Verschlüsselte Transaktionsdaten: Informationen darüber, welche Inhalte hinzugefügt, geändert, verschoben oder gelöscht wurden.
- Safe-Schlüsseldatei: die passwortgeschützte Datei mit den zufällig erzeugten Verschlüsselungsschlüsseln des Safes.
Für die laufende Synchronisation protokolliert SimpleumSafe die Änderungen in verschlüsselten Transaktionsdaten. Ein anderes eingerichtetes Gerät liest neue Transaktionen, wendet sie auf seinen lokalen Safe an und übernimmt die zugehörigen verschlüsselten Dateiinhalte.
Auch die Dateinamen der verschlüsselten Nutzdaten verraten nicht den ursprünglichen Dokumentnamen. Weitere technische Einzelheiten zu Safe-Aufbau, Schlüsselverwaltung und Speicherung erklärt der Artikel „Wie funktioniert SimpleumSafe?“. Die vollständige technische Dokumentation finden Sie im SimpleumSafe Technical Whitepaper.
Synchronisationsziel und Synchronisationskonfiguration sind nicht dasselbe
Diese Unterscheidung ist der Kern der Hochsicherheits-Synchronisation.
Das normale Synchronisationsziel
Das Synchronisationsziel ist der Weg beziehungsweise Datenbestand, über den eingerichtete Geräte ihre verschlüsselten Änderungen austauschen. Das kann der CloudKit-Datenbestand, ein direkter Kommunikationspartner oder ein gemeinsamer Ordner sein.
Das normale Synchronisationsziel enthält verschlüsselte Safe-Daten, aber nicht die separate Safe-Schlüsseldatei.
Die Synchronisationskonfiguration
Die Synchronisationskonfiguration wird nur benötigt, um ein weiteres Gerät einzurichten. Sie identifiziert den Safe und die gewählte Synchronisationsart und enthält das Schlüsselmaterial, das das neue Gerät benötigt. Sie ist mit dem Safe-Passwort verschlüsselt und wird direkt als Datei oder über eine gerätenahe Verbindung übertragen.
Nach der Einrichtung arbeitet das neue Gerät mit seinem lokalen Safe und dem normalen Synchronisationsweg weiter. Die Synchronisationskonfiguration ist nicht mit den laufenden Synchronisationsdaten gleichzusetzen.
Was passiert bei einem Angriff auf die Synchronisationsdaten?
Ein Angreifer könnte versuchen, verschlüsselte Synchronisationsdaten aus CloudKit, einem gemeinsamen Ordner oder einem Datenträger zu kopieren. Besitzt er nur diese Daten, kann er den Safe nicht entschlüsseln. Auch die zusätzliche Kenntnis des Safe-Passworts reicht allein nicht aus, weil die separate Safe-Schlüsseldatei im normalen Synchronisationsziel fehlt.
Diese Schutzgrenze ist stark, aber keine absolute Garantie gegen jedes Angriffsszenario. Sie gilt nicht mehr in derselben Weise, wenn ein Angreifer zusätzlich eine Synchronisationskonfiguration, Schlüssel- oder Wiederherstellungsmaterial, ein entsperrtes Endgerät oder die Kontrolle über ein bereits eingerichtetes Gerät erlangt.
Schützen Sie deshalb nicht nur Ihr Passwort, sondern auch Ihre Geräte, Wiederherstellungsschlüssel und übertragene Synchronisationskonfigurationen. Halten Sie SimpleumSafe und die Betriebssysteme Ihrer Geräte aktuell.
Warum erscheinen Dateinamen manchmal grau?
Die Synchronisation erfolgt in zwei aufeinander aufbauenden Schritten:
- Zunächst überträgt SimpleumSafe die verschlüsselte Struktur und die Dateiinformationen. Ordner und Dateinamen können dadurch bereits auf dem anderen Gerät erscheinen.
- Anschließend werden die zugehörigen verschlüsselten Dateiinhalte übertragen. Sobald der Inhalt vollständig angekommen ist, wird der Dateiname wieder normal dargestellt.
Bei großen Dateien, vielen Änderungen oder einer langsamen Verbindung kann zwischen beiden Schritten etwas Zeit vergehen. Ein grau dargestellter Dateiname bedeutet deshalb normalerweise: Der Eintrag ist bereits bekannt, der eigentliche Dateiinhalt wurde aber noch nicht vollständig übertragen.
Synchronisation ist kein Backup
Die Synchronisation sorgt dafür, dass Ihre Geräte denselben aktuellen Stand erhalten. Dazu gehören auch Löschungen und unerwünschte Änderungen. Wird eine Datei auf einem Gerät gelöscht und diese Änderung synchronisiert, kann die Löschung auch die anderen lokalen Safes erreichen.
Ein Backup verfolgt ein anderes Ziel: Es bewahrt unabhängige frühere Stände auf, aus denen Sie Daten nach einem Fehler, Defekt oder Angriff wiederherstellen können. Mehrere synchronisierte Geräte verbessern deshalb den Zugriff im Alltag, ersetzen aber keine getrennte und geprüfte Sicherung.
Wie beide Schutzebenen zusammenspielen, erklärt unser Ratgeber „Warum Backups zur digitalen Sicherheit gehören“.
Welche Synchronisation passt zu Ihnen?
Für die meisten Anwender mit mehreren Apple-Geräten ist iCloud über CloudKit der bequemste Weg. Wer Geräte ohne Cloud direkt abgleichen möchte, kann die Gerät-zu-Gerät-Synchronisation verwenden. Zwischen Macs lässt sich außerdem ein eigener gemeinsamer Ordner einbinden.
Wenn Sie einen Safe neu einrichten oder ein weiteres Gerät hinzufügen möchten, führen Sie die passenden Anleitungen Schritt für Schritt durch. In der SimpleumSafe-Supportübersicht finden Sie Einstiege für iCloud, direkte Synchronisation und Ordnersynchronisation.
So behalten Sie die Wahl über den Übertragungsweg – und Ihre Dokumente bleiben während der Synchronisation verschlüsselt geschützt.